Motivtorte Eiskönigin

Wenn man die kleine Schwester einer großen Schwester ist, dann kann man einfach in den alten Fotos stöbern und mal gucken, was die Mama bisher für Motivtorten gebacken hat.

Eine Auswahl für den nächsten Geburtstag ist schnell getroffen. In diesem Fall hat sich die kleine Maus zu ihrem 5. Geburtstag eine ganz besondere Torte für ihre Party mit den anderen Gastkindern ausgesucht. Es sollte einen Prinzessinentorte sein. Der Vorteil war für die 5jährige schnell erkennbar – eine tolle Torte und wenn diese aufgefuttert ist, dann gibt es noch ne tolle Puppe zum Spielen.

Die Motivtorte Prinzessin, die ihre Schwester damals bekommen hat, könnt ihr hier sehen. Das war einer meiner ersten Torten.

Da ich mich überhaupt nicht wiederholen möchte bei meinen Tortenkreationen, musste ich mir überlegen, welche Prinzessin oder Königin ich in ein Tortenkleid stecke und wie das Gesamtbild am Ende aussehen kann. Ich habe mich für die Figur „Elsa – die Eiskönigin“ aus Ihrem lieblings Disney-Film (und dem von noch vielen anderen kleinen Mädchen) „Frozen – Völlig unverfroren“ entschieden. Und das war natürlich ein totales Highlight für das Geburtstagskind sowie die kleinen Gäste.

Motivtorte Eiskönigin
Motivtorte Eiskönigin

Ich habe drei Kuchen – einen großen und zwei kleinere – gebacken und geschaut, dass die Höhe der Kuchen zusammen dem Puppenkleid entsprechen könnten. Mit ein wenig Frischkäse-/Marshmallow-Creme-Füllung zwischen den Kuchen habe ich die restlichen Zentimeter aufgefüllt.

Motivtorte Eisprinzessin
Motivtorte Eisprinzessin

Nachdem ich die Kuchen mit der Creme dazwischen gestapelt habe, schnitt ich mit einem langen Messer eine Mulde genau in die Mitte der Torte, wo ich die Puppe platzieren wollte. Die ausgeschnittenen Tortenteile habe ich mit einem langen Eislöffel heraus gelöffelt.

Motivtorte Prinzessin
Motivtorte Prinzessin

Dann habe ich die Torte so zurecht geschnitten, dass ich oben die entsprechenden Rundungen hatte. Damit die Puppe nach dem Verzehr der Torte auch tatsächlich noch zum Spielen geeignet ist und nicht erst in den Hüftgelenken von dem klebrigen Zucker in mühseliger Arbeit befreit werden muss, habe ich ihre Beine bis zur Taille mit (der durchsichtigen) Frischhaltefolie umwickelt. So kann sie nach der Party einfach entwickelt werden und es bleiben keine Reste des Kuchens zwischen den Beingelenken. Andere Tortenbäcker von solchen Motivtorten entfernen die Beine aus den Gelenken und verarbeiten auf ihrer Torte nur den Körper. Die Beine werden dann nach dem Verzehr wieder an der Puppe angebracht. Da ich aber schon, durch das Spielen meiner Kinder, so einige Puppen-OPs hinter mir habe, muss ich sagen – so einfach ist es nicht mit jedem Puppenkörper. Und damit es nach der Torte keine Tränen gibt, weil Mama oder Papa die Prinzessin nicht mehr zusammen gebaut bekommen, habe ich mich für die Folienvariante entschieden.

Prinzessinentorte
Prinzessinentorte

Bevor ich die Puppe nun in die Torte einsetzen kann, muss erst der Kuchen mit der entsprechenden Creme überzogen werden und die Falten vom Unterrock werden in mehreren Schichten übereinander angebracht. Dazu wird Fondant ausgerollt, in gleichmäßige Streifen geschnitten und in Falten gelegt an den Kuchen gedrückt. So bekommt man einen schönen Effekt eines Ballkleides.

Tortenkleid mit Fondant
Tortenkleid mit Fondant

Wenn man genügend Schichten im Vorderen Teil des Kleides hat, werden nun die ersten zwei (oder mehreren) größeren Lagen Rollfondant als Kleiderstoff auf die Torte aufgelegt. Man erkennt dabei noch sehr gut, wo sich das vorher ausgeschnittene Loch im Kuchenteig befindet. Diese Loch habe ich nicht aus dem Fondant ausgeschnitten, sondern dort  nur ein Kreuz mit einem Messer eingeschnitten und die Ecken nach innen in die Torte eingeklappt.

Motivtorte Puppe
Motivtorte Puppe

An dieser Stelle braucht die „Prinzessin“ noch ein Oberteil aus Fondant. Das geht recht einfach. Man muss nur bedenken, sie darf – je nach Fondanthersteller – nicht zu lange auf ihre Endverarbeitung warten, weil der Fondant nach und nach austrocknet und wenn dann die Arme noch zu grob bewegt werden, könnte der Fondant reißen. Also nach Fertigung vom Oberteil gleich zum nächsten Schritt – Symbiose von Puppe und Torte.

Motivtorte Kindergeburtstag
Motivtorte Kindergeburtstag

Nachdem die Puppe nun ihr Oberteil (ohne kleinen Umhang oder Jäckchen) bekommen hat, wird sie in die Torte eingesetzt. Sollten nun doch noch ein oder zwei Zentimeter fehlen, dann nur die Ruhe bewahren. Mit Fondant in Falten gelegt, kann man solch kleine Dingen gut kaschieren.

Fondant-Kleid
Fondant-Kleid

Um die Motivtorte eleganter erscheinen zu lassen, habe ich dieser „Elsa“ noch einen kleinen Umhang aufgelegt. Zur Dekoratin des Kleides habe ich passend zur Disney-Geschichte noch Schneeflocken auf das Kleid angebracht. Eine Schneeflocke hält die Eiskönigin in ihrer Hand. Damit das Kleid bzw. die Torte noch einen kühlen Schimmer bekommt, habe ich nach Fertigstellung einen essbaren Glitzerpuder (silver-sparkle) mit einem Fächerpinsel auf das Kleid gepudert.

Mädchentorte
Mädchentorte

Hier ein Foto von der Torte mit Blitzlicht – schaut noch viel küüüühler aus – grrrr.

Da ich mich mit der Torte sehr beeilen musste, habe ich leider keine Fotos von den Zwischenschritten. Aber ich hoffe sehr, ich habe Euch die Herstellung dieser Motivtorte Eiskönigin nachvollziehbar erklärt. Da es aber mit Sicherheit nicht die letzte Torte als Prinzessin war, werde ich in einem anderen Beitrag die einzelnen Schritte auch bildlich erklären. Vielleicht seid ihr inspiriert und backt eure Prinzessinentorte – wünsche euch viel Erfolg und eine Menge Spaß dabei!!!

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